FOR FREE*

For Free Titel-950x480 in FOR FREE*

@ Galerie Andreas Binder

Eine Intervention von Daniel Man in der Galerie Andreas Binder
Eröffnung: 24. | 25. und 26. März 2021 (by appointment)
Laufzeit bis 05. Juni 2021


Das vom Künstler Daniel Man initiierte und von der Stiftung Kunstfonds geförderte Ausstellungsprojekt „FOR FREE*“ (*artists are not working FOR FREE), ist auf die Pandemiezeit zugeschnitten, da es eine große Zahl an Kolleginnen und Kollegen miteinbezieht und konzeptuell solidarisch angelegt ist. Fast 100 Kunstschaffende zeigen in geballter Gemeinschaft ihre Werke (einheitlicher Größe) in den Räumlichkeiten der Galerie Andreas Binder. Die Ausstellung steht symbolisch für den Zusammenhalt innerhalb der Künstlerszene und für den Versuch einer kollektiven künstlerischen Bestandsaufnahme und Überwindung dieser schwersten Krise seit 70 Jahren.

Dabei thematisiert der Ausstellungstitel FOR FREE*, der suggeriert, hier gäbe es etwas umsonst, durch den Zusatz *Artists are – not – working for free bereits die erschwerten Bedingungen, unter denen Künstler aktuell versuchen, ihrer Arbeit nachzugehen. Obschon das Generieren des eigenen Einkommens bereits vor März 2020 der prekäre Alltag der meisten Kulturschaffenden war, hat die Pandemie auch hier das Brennglas angesetzt. So verschärft die Regierung durch unterschiedlich gewichtete Ausfallförderungen eine Spaltung verschiedener Berufssparten. Hinter den lauten Rufen kollektiv organisierter Lobbyisten „arbeitsplatzrelevanter“ Branchen wird die Kultur als machtpolitisch nicht ausreichend organisierte Gemeinschaft von Individualisten zum fünften Rad am gesellschaftlichen Wagen.
Die Kulturbranche besteht aus unglaublich vielen Einzelkämpfern, die zwar ohne Gewerkschaft und Lobby agieren, deren Stärke es aber ist, kommunikativ, spontan, kreativ und oft extrem vernetzend zu arbeiten. Diese Tatsache möchte „FOR FREE“ veranschaulichen, um die Situation der Kunstschaffenden offenzulegen. Die künstlerischen Wurzeln des Kurators Daniel Man werden hier deutlich sichtbar: sie liegen in der Graffiti-Bewegung, die sich seit je her über Vernetzung, Zusammenarbeit und globale Kommunikation definiert.
Und so geht es sowohl im Ausstellungskonzept als auch in den individuellen Werken der Künstlerinnen und Künstler aus Daniel Mans weit gefächertem Kolleg/innenkreis um die Sichtbarmachung von Prozessen und Umbrüchen innerhalb der massiven Einschränkungen seit März 2020.
Die teilnehmenden Künstler*innen haben einige der Herausforderungen und Veränderungen, die sie in der Krise erleben, in Worte gefasst.  Virtuelle Technik in der Ausstellung macht diese persönlichen und doch oftmals universellen Erfahrungen für alle Besucherinnen und Besucher sichtbar

Die strategische Besonderheit und das symbolstarke Kernelement dieser solidarischen Ausstellung ist die Aufteilung sämtlicher Verkaufserlöse zu exakt gleichen Teilen unter allen beteiligten Kunstschaffenden.

Teilnehmende Künstler*innen:
Alex Müller, Annegret Hoch, Anni Von Rudzinski, Antje Sträter, Benedikt Gahl, Benedikt Hipp, Benjamin Bergmann, Bernd Zimmer, Bernhard McQueen, Boban Andjelkovic, Christine Liebich, Christine Nguyen, Christofer Kochs, Cornelia Rapp, Daniel Man, Daniel Müller Schott, Endy Hupperich, Esther Irina Pschibul, Felix Rodewaldt, Heike Weber, Ian Zak, Ina Kapitola, Johannes Brechter, Johannes Evers, Josef Lang, Julia Benz, Kalin Lindena, Lando, Laurentius Sauer, Loomit (Matthias Köhler), Magdalena Waller, Mara Pollak, Marc von Criegern, Margarete Hentze, Jakob Hentze, Martin Fengel, Martin Wöhrl, Michael Grudziecki, Miriam Ganser, Nina Annabelle Märkl, Patricija Gilyte, Philipp Frank, Roman Lang, Ruth Masso, Sebastian Bühler, Sebastian Giussani, Sophia Mainka, Sophie Schmidt, Stefan à Wengen, Stefan Lenhart, Stefanie Ullmann, Stefanie Zoche, Susanne Thiemann, Ted Green, Thomas Weinberger, Timur Lukas, Tomislav Topic, Walter Eul, Won, Wow123, Yul Zeser, Tina Berning, Julio Rondo, Giovanni Castell, Stefan Hunstein, Izima Kaoru, Anna Krammig, Philipp Lachenmann, Eugene Lemay, Matthias Meyer, Adam Mysock, Yigal Ozeri, Dieter Rehm, Luzia Simons, Paul Winstanley, Haiying Xu, Andrius Zakarauskas, Jan Davidoff, Hadrien Dussoix, Johannes Koch, Christian Probst, Leif Trenkler, Tim Freiwald, Felix Weinold, Judith Milberg, Caro Jost, Roland Fischer, Martin Borowski, Kilian Blees, Leon Buchner, Axel Schmalschläger, Knop Ferro, Katrin Blohmann, René Landspersky, Michael Hofstetter, Schirin Kretschmann, Peter Reill, Johannes Kiel, Roman Cherezov, Asja Schubert, Theo Hofmann, Ray Moore, Janina Roider, Brad Downey

WE ARE ONE INFINITE LIVING MIND by AKUT, 2020

@Akut_herakut asked for contact out of isolation and got my response. Enjoy this unique tour through inspiring studios as lively spaces in constant use by 40 artists from all over the globe. A refreshing and comforting symbol for the connection of all individuals as parts of an universal infinite, living mind, in which you don’t necessarily need to check in physically. It’s always out there.

WE ARE ONE INFINITE, LIVING MIND (ISOLATED part II)

short film by AKUT, 2020. Idea and Editing: AKUT

Camera (participating artists): @Adnate Melbourne, Australia; @Akut_herakut Berlin, Germany; @AndreasEnglundArt Falun, Sweden; @apolotorres São Paulo, Brazil; @23base Berlin, Germany; @bezt_etam & @nataliarakart Turek, Poland; @cantwo Wuppertal, Germany; @cristianblanxer Barcelona, Spain; @conorsaysboom London, UK; @craola Torrance, California; @daniel_man_codeak Munich, Germany; @spurcus_am Erfurt, Germany; @douglas_greed Berlin, Germany; @drewmerritt Saint Vrain, New Mexico; @hueman_ Oakland, California; @james_bullough Berlin, Germany; @kameahadar Hawai
@kevinledo Montreal, Canada; @kkade_schwarzmaler Bern, Switzerland; @louismasai Margate, UK; @low_bros Hamburg, Germany; @mad_c1 Halle, Germany; @marc_jung_ Erfurt, Germany; @ztm_oruam San Antonio, Texas; @telmomiel Amsterdam & Rotterdam, Netherlands; @mikedargas Los Angeles, California; @natepaints Los Angeles, California; @nunoviegas.pt Amsterdam, Netherlands; @onurpainting Berlin, Germany; @paola_delfin & @mateusbailon Itajaí, Brazil; @heypatyeah Detroit, Michigan; @rickyleegordon Sri Lanka; @suiko1 Hiroshima, Japan; @wes21_schwarzmaler Bern, Switzerland; @waone_interesnikazki Kyiv, Ukraine; @markus_wow123_genesius Bremen, Germany

Special thanks to: @pablonouvelle for your exclusively composed and very lovely piece of music „M’Goun“.

„jump into the void“ at Kinderkunsthaus Munich

„jump into the void“ is a multilayered work, which allows a „re-combination“ of the layers. This means new perspectives of form and colors. Accompanied by studiotalk with Sylvia Griss (Cappricio,BR) and workshops this work was especially produced for the Kinderkunsthaus.

More informations in German: Daniel Man at Kinderkunsthaus

Photos by Yves Krier